Minimalismus mit Kindern

 

Das letzte Jahr war davon geprägt. Von allem etwas weniger. Reduzieren eben. 

Wir sind weniger verreist. Weniger Verabredungen. Ich habe weniger geshoppt und der Ablauf unseres Alltags hat sich geändert. Wenn ich an Minimalismus denke, geht es nicht ausschließlich um Konsum von Dingen, wenngleich dieser, besonders mit Kindern eine große Rolle spielt. Im Zeitalter in dem man sich vieles leisten kann und es eine Frage der Qualität ist, weiß man nicht, wohin mit seinen Gedanken und den vielen Sachen.

Wir haben vor langem schon eine guten Dokumentationsfilm bei Netflix gesehen. Klick hier wenn Du ihn Dir anschauen möchtest. Einige Bücher, viele Magazine und Blogs wie Saskia’s oder Rebecca’s , deren Gedanken dazu, haben dabei geholfen, unser Leben etwas umzukrempeln. Auch unser „Wohnsitz im Draussen“ war davon geprägt. Wenn ich von der Vergangenheit spreche, dann deshalb, weil mich plötzlich der Gedanke an Minimalismus gestresst hat. Ich habe immer geschaut, den Kühlschrank und die Vorräte so gering wie möglich zu halten. Für jedes neues muss etwas altes weg. Also musste wieder eine Umstellung statt finden. Wir verreisen öfters, jetzt aber anders. Ich habe von diesem Projekt Nachhaltigkeit, Minimalismus, Achtsamkeit in Kombination mit Kindern einiges mitgenommen, um es in unseren Alltag zu integrieren und in Summe geht es mir viel besser mit diesen freieren Gedanken. Denn reduziert man sein Hab und Gut, den vollen Terminkalender und in Folge erleichtert dies so einiges und vor allem den Kopf der so viel freier ist.

Was jedoch die größte Herausforderung war, wohin mit den Sachen, die einfach überflüssig sind, nicht mehr gefallen, man wenig Freude hat aber einfach noch im guten Zustand sind. Besonders die der Kinder, bei denen wir entscheiden, was ihnen, oder für sie, wichtig ist. Nun ja Geschmäcker sind unterschiedlich und das Auge spielt nun auch eine Rolle.

Im Moment passiert viel im Hintergrund und wir räumen das Kinderzimmer der Jungs um. Kinder wachsen wahnsinnig schnell. Sie wachsen ständig aus ihren Kleidern raus, dann der Saisonwechsel und nicht zu vergessen die vielen Spielsachen, die oft nicht mehr altersgerecht sind. Nichts desto trotz haben auch wir hier einen für uns ‚gesunden‘ Weg gefunden.

Der Kleiderschrank hat nun seinen Platz nicht mehr im Kinderzimmer und die Spielsachen, die nie alle im Einsatz sein können, erhalten gerade eine neue Ordnung. Selbstverständlich auch mit einem pädagogischen Hintergrund und mit unseren Werten. Ungefähr die Hälfte befindet sich im Zwischenlager und möchten sie etwas davon haben, müssen andere dafür wieder weg geräumt werde. Weiterhin hole ich mir Ideen von Montessori Blogs wie z.B. Eltern von Mars.

Die Umsetzung läuft meistens mit den Kindern. Ich stelle fest: wenn das Kinderzimmer nicht so vollgeladen ist, spielen sie freier, konzentrierter, vielleicht auch länger:-) Der schöne Nebeneffekt, das abendliche Aufräumen ist auch viel schneller erledigt.OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Ich kann Euch nur ans Herz legen, probiert es aus. Das ganze lebt von Veränderungen und sich dem ständigen Zuwachs anzupassen.

Ich habe auch irgendwann die Geschenke, die die Kinder erhalten haben weg geräumt und sie eventuell später bei passender Gelegenheit ‚raus‘ geholt, wenn sich das anbot. Zudem gibt es Spielzeug, dass wir ungern in ‚unserem Kinderzimmer sehen möchten (sowohl optisch und es passt nicht zu unseren Vorstellungen) Das muss dann auch weichen. Besonders zu Beginn sorgte das teilweise nicht für große Begeisterung. Nicht bei den Beschenkten, diese erheben in heutiger Zeit gar nicht so den Anspruch, sondern dem Schenker. Denn Kinder sind in der Regel nicht so abhängig von den Sachen wie wir oft glauben. Ich denke da kann jeder einen guten Mittelweg finden.

So und nun benötige ich Eure Tipps für Einrichtung, Spielsachen und Minimalismus im Kinderzimmer und bin gespannt auf Eure Vorschläge, denn in den nächsten vier Wochen soll das Zimmer im neuen Glanz (vielleicht hier) erscheinen. Und natürlich soll es auch schön aussehen.

2 Kommentare zu „Minimalismus mit Kindern

  1. Das ist spannend auch mit den Kids auszumisten! Mich graust es schon davor Kinder zu bekommen, weil die Großeltern meine Nichten mit Geschenken überhäufen. Der Plan war ja einfach zu sagen, was und wie viel.. Aber wenn alle anderen so viel kriegen, dann wollen die Kids wahrscheinlich auch so viel (so ging es mir immer als Kind. Warum hat meine Cousine ein Päckchen mehr zu Weihnachten bekommen? Etc). Das wird ein Graus.. 😅

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    1. Liebe Sue, ich habe oft versucht das zu regulieren. Das ist ein grosser Kampf und sorgt besonders innerhalb der Familie für grissen Unmut. Unsere Kinder stellen nicht mal die Ansprüche vermutlich deshalb weil sie quasi alles haben können. Ich finde dass es sehr schwer ist den richtogen weg zu finden. Daher versuche ich immer wieder Neues und hoffe das beste! Bin also auch für jeden tipp dankbar! Drücke die daumen dass dir es genauso geht;) alles liebe und danke für deine Gedanken!!!

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